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Süd
- ItalienKalabrien - die Spitze des StiefelsKalabrien (italienisch
Calabria), die südlichste Region des italienischen Festlandes, grenzt im Norden
an die Region Basilikata. Im Nordosten wird es vom Golf von Tarent, im Südwesten
vom Ionischen Meer und im Westen vom Tyrrhenischen Meer umschlossen. Im Süden
wird Kalabrien durch die schmale Straße von Messina nur ein paar Kilometer von
Sizilien getrennt. Die Hauptstadt der Region ist Catanzaro
(100.000 Einwohner) und liegt in etwa in der Mitte der Region. Die Stadt ist Sitz
eines Erzbischofs und hat ein paar schöne Kirchen und eine Kathedrale zu bieten.
Als heimliche Hauptstadt wird jedoch das weiter nördlich liegende Cosenza bezeichnet.
Cosenza hat eine sehr schöne barocke Altstadt mit vielen Kirchen, Plätzen, einem
gewaltigen Kastell und natürlich viele gemütliche Ristorantes und Bars zu bieten.
Für Badefreunde ist besonders die Ostküste von Sibari bis runter zur westlichen
Stiefelspitze bei Reggio di Calabria zu empfehlen.
Die Küstenorte locken
auch im Hochsommer noch mit nicht überfüllten Stränden. Viele dieser Orte sind
von griechischen Siedlern vor über 2.600 Jahren gegründet worden, so dass die
Region auch heute noch mit griechischem Flair aufwarten kann. Doch auch die Westküste
am Tyrrhenischen Meer bietet sich mit einigen schönen Sandstränden für einen Badeurlaub
an. Naturfreunde finden in Kalabrien auch einige schöne Nationalparks, in denen
noch heute allerhand seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten
leben. Der Parco Nazionale della Calabria ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.
Kampanien
- traumhafte Panoramen und bizarre FelsformenCampania felix - "glückliches
Kampanien" nannten die Römer die Region rund um Neapel. Und dazu hatten sie allen
Grund: Sie glich geradezu einer arkadischen Landschaft; einem fruchtbaren, üppigen
Garten, wunderschön am Meer gelegen, der auch den deutschen Dichterfürsten Goethe
inspirierte. Idyllisch ist die Region auch heute noch: Weit ausladend präsentiert
sich der symmetrische Schwung des Golfs von Neapel, entlang der Bucht erstreckt
sich ein schier endloses, verschachteltes Häusermeer. In dieses grenzenlose Mosaik
aus Ockerfarben und Rot sprenkeln grüne Tupfer, unterbrochen von den Kuppeln und
Türmen zahlreicher Kirchen.
Überragt wird das Szenario noch von dem zeitweilig
aktiven Vulkan Vesuv. Am Horizont schimmern die vorgelagerten Golfinseln Ischia,
Capri, Procida und die Steilküste von Sorrento. Dahinter liegt am Golf von Salerno
Amalfi, einst eine mächtige Seerepublik. Hier lebten die Menschen seit Jahrhunderten
mit der Natur in einer fruchtbaren Symbiose und schufen eine einzigartige Kulturlandschaft
zwischen Himmel und Meer.
Inmitten dieser Postkartenkulisse offenbart
sich das Süd-Italien von heute: Paradies und Chaos zugleich. Wie kaum eine andere
Stadt repräsentiert Neapel diesen Widerspruch. Die Stadt ist voller großer
Kunst in Kirchen, Palästen und Museen, voller Lebendigkeit und Lebensfreude.
Die
Allgegenwärtigkeit des Vulkans macht die Vergänglichkeit menschlichen Schaffens
deutlicher als anderswo: Der Vesuv zerstörte kulturell und wirtschaftlich blühende
Städte in Stunden - und konservierte sie unter seiner Lava für Jahrtausende. In
Pompeji, Herculaneum, der Luxusanlage der Villa Oplontis in Torre Annunziata und
in den römischen Villen in Castellammare di Stabia können Besucher heute in die
Antike eintauchen, in den römischen Alltag vor 2000 Jahren, wie an keinem anderen
Ort Europas.
Da es in Kampanien nicht so viele Sandstrände gibt, konnte
sich hier eine vielfältige Kultur der Badeanstalten entwickeln. An diesen "stabilimenti"
gelangen Sie über Leitern und Treppen leicht ins Wasser. Einige dieser Anlagen
sind vom Hafen aus mit dem Bootstaxi zu erreichen. An der Steilküste von Sorrento
führen hoteleigene Stege zum Meer. Doch einige wenige Badebuchten, beispielsweise
die Puolo-Bucht, sind auch öffentlich zugänglich. Die Wassertemperaturen erlauben
ungetrübtes Schwimmvergnügen von Ende Mai bis Oktober. Idealer Bademonat ist der
September, denn zu dieser Zeit ist die Wassertemperatur angenehm warm und die
Luft nicht mehr zu heiß.
Außerhalb des Sommers eignen sich auch die breiten
Sandstrände von Capo Miseno und Varcaturo zum Sonnenbaden oder für einen ausgedehnten
Spaziergang. An diesen Stränden sind einige Bäder ganzjährig geöffnet und bieten
neben einer Bar auch Spielplätze und die Möglichkeit für Ballspiele aller Art.
Sportliche Herausforderungen sind die Wanderungen ins bergige Hinterland der Küste
von Amalfi und zum Monte Lattari hinauf. Aussicht auf zauberhafte Landschaften
verspricht der in den Bergen beginnende Weg von Agerola (Bomerano), über Nocelle
und Montepertuso bis nach Positano. Nicht ohne Grund trägt diese Strecke den Namen
Sentiero degli die - Weg der Götter.
Süd-Italien Capri - malerisch
und weltberühmt Schon der römische Kaiser Tiberius wählte Capri auf Grund
seiner Naturschönheiten und des angenehmen Klimas zu seiner Residenz - milde Temperaturen
gibt es hier selbst im Winter und herrlich frische Seebrisen zur Sommerzeit. Im
19. Jahrhundert wurde die Insel zunächst als Winterreiseziel von ausländischen
Künstlern und Intellektuellen wieder entdeckt, mittlerweile ist Capri wieder das
ganze Jahr über ein sehr beliebtes Reiseziel. Offene Taxen, Inselbusse und leise
Elektrofahrzeuge machen auf der Insel das eigene Auto gänzlich überflüssig. Eine
Standseilbahn, die funiculare, führt direkt vom Hafen in den mondänen Hauptort
Capri, der malerisch auf einem Sattel zwischen den Bergen Monte Tiberio und Monte
Solaro liegt.
Von der Panoramaterrasse aus gelangt man direkt auf die
berühmte Piazza Umberto I - von den Einheimischen kurz Piazzetta genannt -, ein
Kaffeehaus unter freiem Himmel. Auf der eleganten Hauptgeschäftsstraße Via Vittorio
Emanuele, in Richtung der Augustusgärten, reihen sich die für Capri bekannten
Luxusboutiquen und Juweliergeschäfte aneinander. An den Gassen, die von der Piazzetta
ausgehen, weisen hübsche Keramikkacheln auf den jeweiligen Zielpunkt verschiedenster
Spaziergänge hin. Viele Besucher kommen nur für einen Tagesausflug auf die bezaubernde
Insel, es lohnt sich aber auch sehr, über Nacht und länger zu bleiben, alleine
schon um wenigstens einmal zu sehen, "wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt..."!
Ischia lässt die Thermalquellen sprudelnIschia, die größte
Insel im Golf von Neapel, ist ein wahres Meisterwerk aus Lava und Wäldern, Terrassen
und Schluchten. Im Nordwesten wie auch im Südosten fällt die Küste teilweise bis
zu 200 Meter steil zum Meer hin ab. Wo die Felskette des Monte Epomeo, der Pietra
dell'Acqua und der Bocca di Serra sanfter ausläuft, haben sich Buchten und herrlich
lange Strände gebildet. Wälder aus Kastanien, Steineichen und Macchia (Buschwald)
schmiegen sich unterhalb der Felsspitzen an den Epomeo. Dort liegen auch die Höhlenhäuser
aus Tuff versteckt und die geheimnisvollen Schneegruben, die teils in den Fels
gegraben, teils in Trockenbauweise gemauert sind. Blühende Weingärten prägen wiederum
vor allem die fruchtbare Ebene um Forio im Westen.
Ischia besitzt sehr
reizvolle Küstenorte, etwa das idyllisch schöne Sant'Angelo im Südwesten, und
eine inoffizielle "Hauptstadt", Ischia-Stadt, mit ihrer großen Hafenbucht im lebhaften
Stadtteil Porto und der vorgelagerten Felsbastion Castello Aragonese in Ponte.
Der größte Schatz der Vulkaninsel aber ist ihr Reichtum an Thermalquellen. Harmonisch
in die Landschaft integrierte Thermalgärten finden sich fast über die gesamte
Insel verteilt. Das Kur- und Wellness-Angebot wird aber immer vielfältiger: Fango,
Massagen, Kneipp-Anwendungen, Sauna, Dampfbäder - fast alles, was der Gesundheit
und der Schönheit dient, ist hier vertreten.
Ischia ist aber nicht zuletzt
eine "Wanderinsel", die immer mehr Gäste animiert, die herrliche Landschaft zu
Fuß zu entdecken und den Epomeo zu besteigen, um von dort den Honigduft des Stechginsters
zu genießen oder die Aussicht bis hinüber nach Ponza, die größte der Pontischen
Inseln im Westen. Abwechslung ist garantiert: etwa auf Schwindel erregenden Klippentouren,
bei Umrundungen erloschener Krater, bei Touren durch die Weinberge mit ihren Ölbäumen
und Feigen, oder auch bei Spaziergängen durch den tiefgrünen Pinienwald Pineta.
Am bequemsten lässt sich die Insel wiederum mit dem Bus oder den dreirädrigen
Mikrotaxis erkunden, die ihre Fahrgäste über ein gutes Straßennetz auch in die
entlegendsten Winkel der Insel bringen. Eine besondere Attraktion, die Wasservergnügen,
Sport und gesundheitliche Vorsorge verbindet, sind auf Ischia die Thermalgärten.
Den aus vulkanischen Kammern sprudelnden Gesundheitsborn wählen auch immer mehr
junge Menschen, vor allem Sportler, ganz bewusst. So gestaltet sich der Urlaub
im Thermalgarten zur aktiven Körperpflege mit Spaß. Der noch erhöht wird, wenn
zur Anlage - wie in den Poseidon-Gärten bei Forio, der Castiglione-Anlage bei
Casamicciola oder im Negombo-Garten an der wunderschönen Montano-Bucht (nahe Lacco
Ameno) - ein schöner Sandstrand gehört.
Dort und auch an anderen Buchten
rund um die Insel pflegt man das Spiel mit dem Wind, der günstig steht für Segler
und Surfer. Tennisspieler finden in fast jedem Ort Plätze und Clubs. Sehr beliebt
ist auf Ischia das Wandern durch eine abwechslungsreiche Landschaft, was allmählich
sogar die bisher eher bewegungsfaulen Ischitani animiert. Durch Wälder und über
Hochebenen bis hinauf zum Monte Epomeo mit 787 Metern hohem Gipfel, können Wanderer
die ganze Insel erforschen, häufig begleitet von wunderbaren Panoramen über Insel
und Meer.
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